Budget-Forecast und What-If-Simulation verstehen

Der Forecast schätzt aus erfasster Zeit, wie lange ein Stundenbudget bei ähnlichem Verbrauch reichen könnte. Er betrachtet die letzten acht Wochen. Du musst nicht acht Wochen warten: Bereits vorhandene Wochen mit abrechenbaren Zeiten können eine erste Hochrechnung ermöglichen.

Voraussetzungen
  • Du bist in der richtigen Organisation angemeldet und hast Zugriff auf Budgeting.

Datenbasis prüfen

Öffne Budgeting → Forecast. Projekte mit aktivem Budget können auch ohne aktuelle Zeiten erscheinen. Für eine positive Burn-Rate braucht das Projekt abgeschlossene, abrechenbare Zeiteinträge im Acht-Wochen-Fenster. Für eine Restlaufzeit braucht es zusätzlich ein aktives Budget mit positivem Stundenlimit. Ein reiner Festpreis liefert hier kein Erschöpfungsdatum aus seinem Geldbetrag.

Burn-Rate und Trend lesen

Die Burn-Rate ist der Durchschnitt der höchstens vier jüngsten Wochenblöcke mit Zeiteinträgen innerhalb der letzten acht Wochen. Leere Wochen werden nicht als Nullwochen ergänzt. Der Trend vergleicht diesen Durchschnitt mit den davor verfügbaren bis zu vier Wochenblöcken. Mehr als 15 % Zunahme ergibt einen steigenden, mehr als 15 % Abnahme einen fallenden Trend. Fehlen ältere Vergleichswochen, wird der Trend bei vorhandenen Daten als stabil angezeigt.

Restlaufzeit nachvollziehen

Die Rechnung lautet: verbleibende Stunden ÷ durchschnittlicher Wochenverbrauch. Bei 100 Stunden Limit, 60 berücksichtigten Stunden und 10 Stunden pro Woche bleiben rechnerisch vier Wochen. Ab verbrauchtem Limit wird die Restlaufzeit 0. Die farbige Anzeige ist rot bis einschließlich zwei Wochen, gelb bis einschließlich fünf Wochen und danach grün.

Grenzen des Zeitfensters beachten

Auch der als verbraucht abgezogene Wert stammt im Forecast nur aus dem Acht-Wochen-Fenster. Ältere Projektzeiten fehlen dort, obwohl sie in der allgemeinen Budgetübersicht mitzählen. Dadurch kann der Forecast bei längeren Projekten zu viel Restbudget anzeigen. Bei monatlichen Budgets werden zusätzlich Wochenblöcke nach Periodenbeginn gefiltert; eine Woche, die vor dem Beginn startet, kann dabei teilweise passende Zeiten verlieren. Vergleiche die Hochrechnung deshalb mit dem tatsächlichen Gesamt- beziehungsweise Periodenverbrauch.

What-If verwenden

Wähle im What-If-Bereich ein Projekt mit Stundenbudget und vorhandener positiver Burn-Rate. Gib zusätzliche Wochenstunden ein oder einen negativen Wert für weniger Stunden. Aus 10 Stunden pro Woche werden mit +5 dann 15. Bei 40 verbleibenden Stunden sinkt die rechnerische Laufzeit von vier auf etwa 2,7 Wochen. Die Simulation speichert keine Budgetänderung und weist keine Aufgaben zu. Ohne bisherige Burn-Rate wird auch durch eine positive Zusatzangabe keine erste Prognose erzeugt.

Organisationskapazität unterscheiden

Die Kapazität summiert die hinterlegten Wochenkapazitäten; Personen ohne Kapazitätseintrag zählen in dieser Summe nicht automatisch mit 40 Stunden. Die Auslastung vergleicht alle erfassten Stunden der letzten vier Wochen, geteilt durch vier, mit dieser Kapazität. Der Umsatz-Ausblick für Owner/Admin entspricht Kapazität × durchschnittlicher hinterlegter Bill Rate. Das ist ein rechnerisches Potenzial bei voller Kapazität, keine Prognose aus bestätigten Kundenaufträgen. Eine Währungsumrechnung wird dabei nicht vorgenommen.

Häufige Fragen

Brauche ich acht vollständige Wochen?

Nein. Acht Wochen sind das betrachtete Fenster. Auch weniger Wochen mit passenden Zeiten können eine Burn-Rate liefern; die Aussagekraft ist dann entsprechend begrenzt.

Warum gibt es trotz Projektaktivität keinen Forecast?

Aufgabenänderungen allein reichen nicht. Benötigt werden abgeschlossene, abrechenbare Projektzeiten; für das Erschöpfungsdatum außerdem ein aktives Stundenlimit.

Warum weicht der Verbrauch von der Budgetübersicht ab?

Der Forecast lädt nur die letzten acht Wochen und kann Perioden zusätzlich nach Wochenblöcken begrenzen. Die Budgetübersicht verwendet den gesamten abrechenbaren Projektverbrauch.

Ändert What-If meine Planung?

Nein. Es verändert nur die dargestellte Rechnung. Budget, Zeiteinträge und Aufgaben bleiben dadurch unverändert.

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Fachlich geprüft am 2026-09-27