Buchhaltung und Rechnungsversand einrichten

Buchhaltung verwendet zwei Einstellungsbereiche: Das Steuerprofil und BMD-Profile liegen im Reiter Einstellungen. Ausstellerdaten, Rechnungsdesign, E-Mail-Versand und Standardwerte erreichst du über die Einstellungen der Rechnungsverwaltung unter Einnahmen.

Voraussetzungen
  • Du bist in der richtigen Organisation angemeldet und hast Zugang zur Buchhaltung.
  • Für Steuerprofil, BMD-Profile sowie Änderungen an Versandart und SMTP brauchst du Owner- oder Admin-Rechte.

Das Buchhaltungsprofil speichern

Öffne Buchhaltung → Einstellungen.

Diese Felder konfigurieren die Anwendung. Sie ermitteln nicht selbst, welches Steuerregime für dich gilt, und setzen nicht automatisch alle Angaben eines Rechnungsentwurfs passend um.

  1. Wähle den Rechtsraum AT für Österreich oder DE für Deutschland.
  2. Trage deine Steuerkennung ein und wähle Standard oder Kleinunternehmer entsprechend deiner bestehenden Einordnung.
  3. Prüfe die Zeitzone, etwa Europe/Vienna oder Europe/Berlin.
  4. Wähle den Startmonat des Wirtschaftsjahres.
  5. Lege den Standardpräfix für Rechnungsnummern fest und speichere.

Präfix und Nummernformat unterscheiden

Der Standard-Versandweg verwendet das Präfix aus dem Buchhaltungsprofil, gefolgt von der laufenden Nummer. Ohne Präfix wird INV verwendet. Erlaubt sind bis zu zehn Zeichen aus Buchstaben A–Z, Ziffern und Bindestrichen; ein Bindestrich darf nicht am Anfang oder Ende stehen. Neue Entwürfe verbrauchen zunächst keine endgültige Nummer.

Unter Rechnungsstandards gibt es zusätzlich ein freies Nummernformat, beispielsweise RE-{JJJJ}-{NNNN}. Dieses Feld wird derzeit gespeichert, aber vom regulären Versandweg nicht für die Nummernvergabe ausgewertet. Verlasse dich daher nicht auf eine automatische Jahresnummerierung durch dieses Feld.

Aussteller und Logo hinterlegen

Öffne unter Einnahmen die Rechnungseinstellungen und den Bereich Unternehmen. Lade das Firmenlogo hoch und wähle, ob es angezeigt werden soll. Pflege Firmenname, Anschrift, Steuer-/UID-Angaben, Kontaktinformationen sowie Kontoinhaber, Bank, IBAN und BIC. Das Logo wird über die Organisation verwaltet und ist nicht ausschließlich eine Datei für eine einzelne Rechnung. Kontrolliere die Daten im nächsten Entwurf.

Rechnungsdesign auswählen

Wähle im Unternehmensbereich Classic, Modern oder Minimal. Speichere und prüfe einen Entwurf beziehungsweise dessen PDF-Vorschau. Bereits finalisierte Rechnungen verwenden ihre archivierten Dokumente und werden durch die Designänderung nicht neu erstellt.

Die Versandart festlegen

Wechsle in den Bereich E-Mail. Wähle Versand über den Project-Manager-Absender oder über einen eigenen SMTP-Server. Beim Plattformversand zeigt die Oberfläche Absender und Kontingentinformationen an. Ein eigener SMTP-Server benötigt Host, Port, Zugangsdaten, Verschlüsselung und Absenderangaben. Verwende die passende TLS-/SSL-Konfiguration deines Anbieters und speichere sie.

SMTP-Verbindung und Mailtext prüfen

Nutze den Verbindungstest nach der Einrichtung. Ein erfolgreicher Test prüft die Verbindung, nicht die spätere Zustellung jeder Rechnung. Das gespeicherte SMTP-Passwort wird nicht erneut im Klartext geladen; überschreibe es nur, wenn du es ändern möchtest. Pflege Betreff, Nachricht und Signatur. Die Mailvorlage unterstützt {number} für die Rechnungsnummer und {client} für den Kundennamen. Im Versanddialog kannst du Betreff und Text für die einzelne Rechnung nochmals prüfen.

Rechnungsstandards setzen

Im Bereich Standards legst du Standard-Steuersatz, Zahlungsziel, Währung, Rechnungssprache und Standardnotizen fest. Speichere die Werte und öffne einen neuen Entwurf zur Kontrolle. Bereits bestehende Rechnungen und bewusst verwendete Vorlagen können eigene Werte behalten. Prüfe besonders Steuerkategorie, Leistungsdaten und Empfängerangaben am konkreten Vorgang.

BMD-Exportprofile verwalten

Öffne Buchhaltung → Einstellungen → BMD-Exportprofile. Lege ein Profil mit Namen, Mapping als JSON-Objekt und optionaler Standardmarkierung an. Änderungen an einem vorhandenen Profil speicherst du als neue Revision. Das Mapping ist organisationsbezogen; verwende die abgestimmte Zuordnung deiner Buchhaltung statt ein beliebiges Beispiel zu übernehmen.

Die Exportgrenze kennen

Ein BMD-Profil allein erzeugt keine fertige BMD-NTCS-Datei. Der vorhandene allgemeine Buchhaltungsexport erstellt ein ZIP mit JSON-Daten, Dokumentoriginalen und einem Prüfsummenverzeichnis; ein ausgewähltes Profil kann darin als Konfigurationsstand enthalten sein. Das Paket ist ausdrücklich kein fertiger BMD- oder DATEV-Adapter. In der beschriebenen Buchhaltungsoberfläche gibt es dafür derzeit keinen geführten Exportdialog; der CSV-Button unter Einnahmen exportiert ausschließlich die Rechnungsliste.

Häufige Stolperfallen

  • Gespeicherte Einstellung und wirksame Funktion prüfen

    Nummernformat und Erinnerungsschalter werden in der Oberfläche angeboten, aber nicht durchgängig von den entsprechenden serverseitigen Abläufen ausgewertet. Die Detailanleitung zum Versand beschreibt die aktuelle Grenze bei Erinnerungen.

  • Rechtsraum und Sprache sind getrennt

    AT und DE sind Länderkennungen des Buchhaltungsprofils. Für die Sprache verwende das Feld Rechnungssprache in den Rechnungsstandards.

Häufige Fragen

Kann ich meinen eigenen Mailserver verwenden?

Ja. Owner oder Admin können die Versandart SMTP wählen, Zugangsdaten hinterlegen und die Verbindung testen.

Warum entspricht die Nummer nicht meinem freien Format?

Der reguläre Versand nutzt derzeit das Präfix des Buchhaltungsprofils und den fortlaufenden Zähler. Das zusätzliche freie Format wird dabei nicht ausgewertet.

Ist ein BMD-Profil schon ein funktionierender BMD-Export?

Nein. Das Profil speichert eine versionierte Zuordnung. Der allgemeine Export bleibt ein ZIP/JSON-Paket und ist kein fertiger BMD-Adapter.

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Fachlich geprüft am 2026-09-27